Historisches

Zur Geschichte der SELK und der Frauenordination

Thorsten Ebeling beschreibt in seinem Text den Weg zur Frauenordination in der EKD: Über 400 Jahre dauerte es, bis die erste Pfarrerin in den evangelischen Kirchen in Deutschland ordiniert wurde. Der Prozess zur Gleichstellung war geprägt von langen Diskussionen und Rückschlägen, insbesondere während des Nationalsozialismus. Erst ab 1991 war die volle Gleichstellung im geistlichen Amt in allen Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland rechtlich verankert. Heute sind Frauen in allen Ämtern der EKD vertreten, wobei noch Unterschiede je nach Landeskirche bestehen. Die Zahl der Theologinnen hat sich seit der Gleichstellung verdoppelt, und es wird angestrebt, auch in leitenden Positionen eine Gleichberechtigung zu erreichen. Die Zukunft wird zeigen, ob dieser Trend anhält.Der Weg zur Frauenordination in der EKD

Überblick über die Geschichte der SELK

Wiebke Otten gibt in einen kurzen Überblick über die Geschichte der SELK. Die SELK wurde 1972 gegründet, hat aber Wurzeln im 19. Jahrhundert, als lutherische Freikirchen entstanden, um religiöse Freiheit und Unabhängigkeit vom Staat zu gewährleisten. Die Gründung von Freikirchen war auch eine Reaktion auf die Vereinigung von lutherischen und reformierten Kirchen. Nach verschiedenen Entwicklungen und Zusammenschlüssen entstand die heutige SELK, die Einigkeit im Glauben und in der Lehre betont. Andere evangelisch-lutherische Kirchen können der SELK beitreten, wenn sie die Grundordnung anerkennen.
Friedrich Kugler und Michael Sommer beschreiben in ihrem Text „Frauenordination in der SELK – ein Überblick“ die Entwicklung der Diskussion zur Frauenordination in der SELK seit den 1970er Jahren bis zur aktuellen Situation im Jahr 2023. Es werden verschiedene Phasen beschrieben, in denen unterschiedliche Positionen und Diskussionen innerhalb der Kirche stattgefunden haben. Es wird deutlich, dass trotz langjähriger Debatten und Arbeitsgruppen noch keine Einmütigkeit in der Frage der Frauenordination erreicht wurde. Verschiedene Gremien und Synoden haben sich mit dem Thema befasst, jedoch gibt es weiterhin uneinheitliche Meinungen und keine einvernehmliche Lösung. Die Diskussionen und Entscheidungsprozesse innerhalb der SELK sind komplex und zeigen die Herausforderungen bei der Klärung dieser theologischen Frage. „Frauenordination in der SELK – ein Überblick“

Zum Synodalbericht
„Dienste der Frau in der Gemeinde“ (1975)


Einer der ersten Texte der SELK über die Frauenordination ist der Synodalbericht „Dienste der Frau in der Gemeinde“ von 1975Wiebke Otten stellt den Bericht in ihrem Text vor und beschreibt, dass die Synodalkommission untersucht die theologischen, gesellschaftlichen und biblischen Aspekte dieser Frage und kommt zu dem Schluss, dass die Mehrheit gegen die Frauenordination ist, da sie im Einklang mit der Heiligen Schrift keine ordinierten Frauen vorsieht. Die Kommission betont jedoch die wichtige Rolle der Frauen in anderen kirchlichen Diensten und empfiehlt, Frauen in anderen Bereichen der Gemeindearbeit einzubeziehen. Die 2. Kirchensynode folgt den Empfehlungen der Kommission und entscheidet, dass Frauen nicht ordiniert werden können, aber volles Stimmrecht erhalten sollen. 
In der Video-Miniserie „Sommers Echt Lockere Kirchengeschichte to go“ tellt Michael Sommer die Geschichte der Reformation, die hessische Renitenz, die Geschichte der SELK und die „Immer noch verhinderte Frauenordination in der SELK“ vor. Da es zum letztgenannten Video einen so genannten „Faktencheck“ von Bischof Hans-Jörg Voigt gab, veröffentlichte Michael Sommer hierzu einen „Faktencheck zum Faktencheck“ mit einer ausführlichen schriftlichen DokumentationVideos zur Kirchengeschichte der SELK

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